Wenn die Prothese zur Herausforderung wird – eine einfache Lösung mit großer Wirkung

Für viele Patientinnen und Patienten sind implantatgetragene Prothesen ein großer Gewinn an Lebensqualität. Doch im Alltag zeigt sich manchmal: Was theoretisch perfekt funktioniert, kann praktisch zur echten Herausforderung werden.

Die Ausgangssituation

In diesem Fall geht es um eine ältere Patientin mit ausgeprägtem Rheuma in den Händen (Abb. 1).

Sie trägt eine Unterkieferprothese, die über sogenannte Locator-Aufbauten (Abb. 2) auf Implantaten verankert ist. Diese bieten eigentlich einen sehr festen Halt – was grundsätzlich wünschenswert ist.

Doch genau dieser starke Halt wird hier zum Problem:

  • Die Patientin hat nicht genug Kraft in den Händen
  • Das Herausnehmen der Prothese ist sehr schwierig
  • Auch das Einsetzen gelingt nicht kontrolliert
  • Stattdessen „beißt“ sie die Prothese in Position und zerstört dabei nach und nach die Matritzen

Die Folgen im Alltag

Dieses scheinbar kleine Problem hat spürbare Konsequenzen:

  • Die Matrizen (Abb. 3) (Kunststoffeinsätze in der Prothese) verschleißen schnell
  • Sie müssen häufig ausgetauscht werden
  • Es entstehen wiederkehrende Kosten
  • Die Patientin ist zunehmend frustriert

Kurz gesagt: Das System ist für diese Patientin zu kraftintensiv in der Handhabung.

Abb. 1

Abb. 2

Abb. 3

Die Lösung: Titanmagnetics

Die gute Nachricht: Es gibt eine einfache und effektive Alternative.

Der Wechsel auf ein Magnetsystem (z. B. Titanmagnetics) bietet entscheidende Vorteile:

  • Deutlich leichteres Ein- und Ausgliedern
  • Selbstfindende Positionierung
  • Weniger Kraftaufwand notwendig
  • kein Matritzenwechsel

Gerade für Patienten mit eingeschränkter Feinmotorik ist das ein echter Gamechanger.

So einfach ist die Umstellung

Die Umrüstung ist unkompliziert und schnell durchführbar:

Im Mund:

  1. Locator-Aufbauten werden herausgedreht
  2. Magnetaufbauten werden eingeschraubt (Abb. 4)

In der Prothese:

  1. Alte Matrizen werden entfernt
  2. Prothese für Magnete ausschleifen (Abb. 5)
  3. Prothesenmagnete werden eingearbeitet (Abb. 6)

Das Ergebnis: Ein neues Haltesystem – ohne großen Aufwand für Patientin oder Behandler. Das Zubehör zum Einarbeiten der Prothesenmagnete direkt am Stuhl schützt die Bereiche rund um den Implantataufbau vor dem Befestigungskunststoff.

Das Ergebnis

Nach der Umstellung zeigt sich meist sofort eine Verbesserung:

  • Die Patientin kann die Prothese selbstständig einsetzen und herausnehmen
  • Kein „Einbeißen“ mehr notwendig
  • Deutlich weniger Verschleiß
  • Mehr Sicherheit und Lebensqualität

Fazit

Nicht jede Haltekraft ist automatisch gut.

Gerade bei älteren Patienten oder bei eingeschränkter Handfunktion sollte das Prothesensystem zur individuellen Situation passen.

Magnetsysteme wie Titanmagnetics sind eine hervorragende Alternative, wenn Locator-Systeme im Alltag an ihre Grenzen stoßen.

Abb. 4

Abb. 5

Abb. 6

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